Gerade am Weltfrauentag geht es um die Sichtbarkeit von Frauen. Vieles, was von Frauen geleistet wurde und wird, wird leider oft nicht als Leistung wahrgenommen – das muss sich ändern.

Eine der Arten und Weisen, wie Verstorbene für Ihre Leistungen geehrt werden, ist die Benennung einer Straße nach ihnen. Straßennamen sind im öffentlichen Raum, und jede*r verwendet sie. Wie würden wir ohne unsere Adresse eine Lieferung erhalten können?

Wir haben also mal die Vergabe von Straßennamen in Ottobrunn analysiert: 14 Straßen und Wege (vor allem solche, an denen niemand wohnt) sind nach Frauen benannt, über hundert nach Männern, und noch einmal über hundert nach Orten, Pflanzen, Vögeln, etc. Die Zahlen sprechen für sich: das ist nicht gerecht.

Im Folgenden lenken wir das Schlaglicht auf die Frauen, die es in Ottobrunn zu einem Straßennamen gebracht haben.

Es gibt lokal wichtige Persönlichkeiten wie Kati Weidner (Mesnerin) und Maria Schreiner (Lehrerin), die jeweils einen ‚Weg‘ bekommen haben.

 

 

 

 

 

Auch Künstlerinnen sind vertreten: Gabriele Münter, Käthe Kollwitz, Lena Christ und Ricarda Huch.

 

Amalie war die Frau König Ottos, nach dem Ottobrunn benannt ist, und Diana ist die römische Göttin der Jagd, passend für das ‚Jagdviertel‘ im Ort.

 

Richtigerweise hat Ottobrunn einige Naturwissenschaftlerinnen und Forscherinnen verewigt, darunter Ada Lovelace, Caroline Herschel, Christa McAuliffe, Maria Merian, Marie Curie und Lise Meitner.

Wie auf den Fotos ersichtlich, haben einige der Straßenschilder auch Erklärungsschilder. Wegen der darauf stehenden Information zu Ada Lovelace haben wir einen Antrag im Gemeinderat gestellt, im Anhang ist auch die Begründung ersichtlich. Wir wollen nicht, dass Kinder, und vor allem Mädchen, meinen, dass Frauen durch ihre Väter definiert sind.

 

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