Gemeinderat informiert sich über Haushalt, Kinderbetreuung und Integration
Die erste regulären Sitzung des neu gewählten Ottobrunner Gemeinderats am 30. Juni begann mit einer Mitteilung des 1. Bürgermeisters, die erkennen lässt, dass die Verwaltung bürgerfreundlicher werden will: Bestimmte Angelegenheiten beim Einwohnermeldeamt wird man bald Donnerstags auch ohne Termin erledigen können. Nach auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten zugänglichen Abholfächern im Eingang und den ebenso zugänglichen gelben Wertstoffbeuteln ist das ein weiterer erfreulicher Schritt. Für kompliziertere Angelegenheiten, z.B. die Beantragung von Ausweisen, wird weiterhin ein Termin erforderlich sein.
Der Gemeinderat wurde darüber informiert, dass von den im letztjährigen Haushalt verplanten Geldern etwa 2,8 Mio. € übrig geblieben sind. Die Rücklagen der Gemeinde betrugen deshalb zum Jahreswechsel entsprechend mehr als geplant, nämlich 11,7 Mio. €. Allerdings wird die Rücklage im laufenden Jahr weiter auf geplant etwa 4 Mio. € schrumpfen, weil die Einnahmen der Gemeinde insbesondere aus der Gewerbesteuer nach wie vor viel niedriger sind als in früheren Jahren und derzeit zur Deckung der laufenden Kosten nicht ausreichen. Aus demselben Grund sind im vergangen Jahr 8 Mio. € neue Kredite aufgenommen worden; im laufenden Jahr ist eine weitere Kreditaufnahme von 1 Mio. € eingeplant.
Die zuständige Abteilungsleiterin der Gemeindeverwaltung, Frau Onwuama, erläuterte dem Gemeinderat ausführlich den Stand der Kinderbetreuung in allen Altersstufen von Geburt bis vor dem 12. Geburtstag; insgesamt sind das in Ottobrunn 2654 Kinder. Aufgrund der neuesten Prognosen, die eher einen leichten Geburtenrückgang vorhersagen, stehen für alle Altersgruppen genügend Plätze zur Verfügung; die Betreuungseinrichtungen müssen längerfristig eher damit umgehen, ihre möglichen Kapazitäten nicht komplett füllen zu können.
Die bisherige Integrationsbeauftragte der Gemeinde Ottobrunn, Frau Marrero, gab dem Gemeinderat einen Überblick über die Betreuung der 512 in Ottobrunn lebenden Geflüchteten, von denen etwa die Hälfte aus der Ukraine stammt. Frau Marrero übernimmt am 1.7. die Leitung des Hauses der Senioren, nimmt allerdings einige ihrer bisherigen Aufgaben mit; weitere Betreuungsaufgaben kann das Sozialamt mit einer dort neu eingestellten Vollzeitkraft wahrnehmen.



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